Vermietet ein Besitzer bis zu zwei in einem Haus befindliche Wohnungen kurzzeitig, so ist für jede dieser Wohnungen eine eingeschränkte Meldung abzugeben – für den Zeitraum der tatsächlichen Nutzung, mindestens für vier Monate im Jahr.

Im Regelfall hat dieser Vermieter eine bereits existierende Basismeldung an einem anderen Standort und meldet zwei weitere Standorte eingeschränkt an.

Besitzt ein Vermieter mehr als zwei Wohnungen, kommt ab der dritten Wohnung die sogenannte 10er Regelung zur Anwendung. Der Vermieter wird wie ein Unternehmer erfasst. Die 10er-Regel besagt, dass für jeweils zehn Geräte eine ganzjährige Gebühr zu entrichten ist.

Allerdings: hat ein derartiger Vermieter mehr als zehn Appartements, die als Ferienwohnungen vermietet werden, so verfügt er im Regelfall bereits über eine Gastgewerbekonzession und unterliegt damit der Regelung für Hotels bzw. Pensionen.

In diesem Fall ist eine ganzjährige Meldung zu bezahlen, unabhängig von der Anzahl betriebener Geräte.

Wohnt der Besitzer selbst in diesem Haus, so ist für seine eigene Wohnung eine ganzjährige Meldung erforderlich.

Gewerbliche Beherbergungsbetriebe (Hotel, Pension, etc.) müssen eine ganzjährige Meldung bezahlen, unabhängig von der Anzahl von Rundfunkempfangseinrichtungen in den einzelnen Zimmern. Befindet sich in einem Hotel eine Privatwohnung (z.B. des Hotelbesitzers, Geschäftsführers oder Hausmeisters), ist dafür eine eigene Gebühr zu entrichten.

Als Privatzimmervermieter ist z.B. ein Einfamilienhaus, Bauernhaus oder ein ähnliches Gebäude definiert, in dem eine Familie wohnt, die insgesamt nicht mehr als zehn Betten an Feriengäste kurzzeitig vermietet.

 

Da die Familie hier ihr eigenes Haus zur Verfügung stellt und die Gäste im Familienverbund beherbergt werden, wird dieser Fall wie ein Haushalt behandelt. Das bedeutet, dass einmalige Gebührenpflicht besteht, eine ganzjährige Meldung – so wie sie für jeden Privathaushalt gilt.

 

Allerdings: Falls der Privatzimmervermieter im Anbau oder im Dachgeschoss über eine eigene Ferienwohnung verfügt, die von den übrigen Räumlichkeiten abgeschlossen ist, dann ist dafür eine eigene Meldung erforderlich.

Wird nur kurzzeitig, also nur über einen bestimmten Zeitraum im Jahr vermietet, dann ist zumindest eine eingeschränkte Meldung erforderlich. Eine eingeschränkte Meldung gilt für den Zeitraum der tatsächlichen Nutzung, mindestens aber vier Monate im Jahr.

 

Die Vermietung von Ferienwohnungen fällt nicht unter den Begriff der Privatzimmervermietung.